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zertifiziert bis 07/2016

Mammographie

Was ist eine Mammographie?

Die Mammographie ist eine spezielle Röntgenuntersuchung der Brust. "Mamma" ist der lateinische Name für die (weibliche) Brust. "Graphie" kommt aus dem Griechischen und kann mit Aufzeichnung oder auch Darstellungsverfahren übersetzt werden.

Wozu dient die Mammographie?

Die Mammographie dient der Brustkrebs-Früherkennung. Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr sollte erstmals eine Mammographie, die Basismammographie durchgeführt werden. Hier beurteilt der Arzt das Brustdrüsengewebe und erkennt eventuelle Risikofaktoren.

 

In folgenden Fällen wird eine Mammographie erstellt:

  • Bei einem Knoten in der Brust
  • Bei einer Verhärtung der Brust oder von Teilen der Brust .
  • Bei tastbar vergrößerten Lymphknoten in der Achselhöhle.
  • Bei erhöhtem Risiko für Brustkrebs: Das besteht bei eigener Krebserkrankung, Krebsvorstufen oder Brustkrebs in der Familie.


In vielen europäischen Ländern, z.B. Schweden, Großbritannien und Niederlande, wird Frauen zwischen 50 und 69 Jahren die kostenlose Teilnahme am Mammographie-Screening (Vorsorgeuntersuchung) angeboten. In Deutschland wird seit 2007 ebenfalls eine Infrastruktur für das Mammographie-Screening aufgebaut.
Die Mammographie zur Abklärung von Symptomen und bei besonderen Risiken wird von der gesetzlichen Krankenversicherung auch außerhalb dieses Screening-Programms gezahlt.

 

Wie läuft die Mammographie ab?

Die weibliche Brust, gegebenenfalls auch die männliche Brust, wird zwischen Röntgenröhre und Filmtisch gelegt und vorsichtig zusammengedrückt. Dabei ist die Bildqualität umso besser und die Strahlenbelastung umso geringer, je mehr die Brust komprimiert wird. Moderne Mammographiegeräte wie das unserige besitzen einen Automatismus, der den Druck optimiert, um die subjektiven Beschwerden möglichst gering zu halten und trotzdem eine gute Bildqualität zu erhalten. Dieses Zusammendrücken kann unter Umständen trotzdem von den Patientinnen als unangenehm empfunden werden.

Von jeder Brust werden in der Regel zwei Bilder angefertigt. Bei unklaren Veränderungen können mehr Bilder nötig sein.

Anschließend beurteilt der Arzt die Bilder, erhebt einen Tastbefund und bespricht das Ergebnis mit der Patientin.

In einigen Fällen kann es sinnvoll bzw. notwendig sein, eine ergänzende Ultraschalluntersuchung der Brust durchzuführen.

 

Wie funktioniert eine Mammographie?

Bei einer Mammographie produziert eine Röntgenröhre Röntgenstrahlen. Die Röntgenröhre besteht aus einer Glühkathode und einer Anode. Durch Anlegen einer Spannung zwischen Kathode und Anode werden die aus der Glühkathode austretenden Elektronen in Richtung Anode beschleunigt. Die Elektronen prallen nun auf die Anode auf und es entsteht Röntgenstrahlung. Das zu untersuchende Gewebe, in diesem Fall die Brust, wird zwischen Röntgenröhre und Röntgenfilm positioniert. Die Röntgenstrahlung, die durch das Gewebe durchtritt, wird mit einem Flächendetektor aufgenommen und elektronisch verarbeitet. Der Arzt kann das digitale Röntgenbild dann befunden.

Bei der Mammographie wird eine Molybdän-Anode benutzt, mit welcher Weichteilstrahlung erzeugt wird. Mit dieser wird das Brustdrüsengewebe besonders gut sichtbar gemacht. Der Arzt kann auf diese Weise feine Unterschiede in der Dichte und Zusammensetzung des Gewebes erkennen. Selbst winzige Verkalkungen (sog. Mikrokalk), die häufig ein erster Hinweis für Brustkrebs sein können, werden so nachgewiesen.

 

Welche Komplikationen können durch die Mammographie auftreten?

Die Strahlenbelastung für den Brustdrüsenkörper ist durch technische Entwicklungen deutlich gesunken. Ein möglicher Zusammenhang zwischen der Entstehung von Brustkrebs und der Mammographie ist bisher nicht nachgewiesen. Dabei darf außerdem nicht vergessen werden, dass die Heilungschancen von Brustkrebs mit Hilfe der Früherkennung durch die Mammographie deutlich gestiegen sind.

Welche anderen Untersuchungsmöglichkeiten bestehen?

Wichtig ist die regelmäßige Selbstuntersuchung - das Abtasten - der Brust. Auch bei der gynäkologischen Untersuchung tastet der Arzt die Brust auf verdächtige Veränderungen ab.

Eine weitere Methode zur Brustuntersuchung bietet die Ultraschall-Untersuchung (Sonographie). Sie ist arbeitet ohne Röntgenstrahlen ist aber zur alleinigen Früherkennung von Brustkrebs nicht geeignet sondern ergänzt die Mammographie.

Die Kernspin-Tomographie (MRT, Magnet-Resonanz-Tomographie) ist zum Erkennen von gut- oder bösartigen Tumoren geeignet. Sie ist allerdings eher eine Zusatzuntersuchung zur Mammographie, da sich die Mammographie bei der Früherkennung besser bewährt hat.

Außerdem kann eine Feinnadelbiopsie durchgeführt werden. Dabei punktiert der Arzt eine tastbare Veränderung mit einer dünnen Hohlnadel. Durch vorsichtige Bewegung der Nadel werden Zellen im Bereich des verdächtigen Brustgewebes entnommen und untersucht. Wird eine dickere Nadel dazu benutzt, so gewinnt der Arzt einen Gewebezylinder. Man spricht dann von einer Stanzbiopsie.

Die sonographisch (Ultraschall) gesteuerte Stanzbiopsie ist eine hervorragende Methode zur feingeweblichen Abklärung von tastbaren und nicht tastbaren Veränderungen in der Brust. Sie hat die früher häufig durchgeführte Feinnadelbiopsie aufgrund besserer Ergebnisse abgelöst. Bei der Stanzbiopsie handelt es sich um ein Verfahren, dass ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt wird.

Mit Hilfe der Vakuumbiopsie können Veränderungen wie Mikroverkalkungen, die nur mammographisch sichtbar sind, ebenfalls ambulant und unter örtlicher Betäubung durch Entnahme mehrerer Gewebszylinder abgeklärt werden.

Mammographie